Elende Weltbildveränderungen – ohne Bushido

•4. Februar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Man – ich mich offenherzig mit einschließend – gibt sich gerne tolerant, weltoffen und gewandt. Doch egal wie mental flexibel man sich selbst gerne sieht, wenn sich die eigenen schön und in langer Arbeit entwickelten Denk- und Wahrnehmungsmuster verändern müssen, ist das jedes mal bitter. Natürlich muss es dabei nicht immer um die wichtigen Dinge des Lebens, nein viel mehr sind es diese kleinen Weltbildsveränderungen, die einen zerbürben können.

Kleines Beispiel: Der Maskenmann – Sido. Zu Beginn seiner Karriere ein Antisymphatieträger mit Gettho-Gangster-Huren-Image und -Lyrics. Im Laufe der Jahre – und ich gebe das ungerne zu – entwickelte sich dieser Mann zu einem humorvollen Rapper mit – und das ist als Kompliment gemeint – fast-stillvollen Texten. “Hey du”, “Herz” – zwei hervorragende Tracks des ehemaligen Unsymphaten und eine nervige Erkenntnis, die mich zu einer Weltbildveränderung gezwungen hat. Das mag jetzt nicht hart klingen, aber: hey! Doch das ist es – hart!

Gut gemacht, böser Sido!

Gut gemacht, böser Sido!

Gott sei Dank, gibt es aber auch noch gute Menschen. Menschen wie Bushido. Der bleibt auch nach mehreren Jahren, etlichen Platten und einem Kinofilm ein Idiot, wie am ersten Tag. Von Anfang an konnte ich diesen Honk nicht leiden und sein Film – geschätzt meist-verwendetes Wort “ficken” – verstärkt den Eindruck nur. Auch der Top-Schauspieler-Support für diesen Streifen verändert mein Weltbild nicht. Sehr schön! Danke, Bushido! Böser, Sido!

Ohrwurm, die peinliche Variante

•3. Februar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Musik ist großartig! Großartig und leider manchmal extrem beschähmend. Grauenhafte Videos, verbrecherische Texte oder peinliche Ohrwürmer – sowas verleiht der Musik neben “großartig” auch noch das “beschähmend”-Ettikett. Heute völlig zu Recht auch bei mir für diesen peinlichen Gehörgang-zerfressenden Song:

Wobei…eigentlich sollte man sich für Musik nicht schähmen. Vergesst was ich grad geschrieben habe – Musik ist doch einfach nur großartig. Ich steh dazu und leg deswegen schon mal mein Gangsta-Outfit an. Meine Baggy-Hose stieß zwar zuletzt schon auf Ablehnung, aber das ist mir so egal wie der berühmte Sack Reis. In diesem Sinne:

"Tur mir den Gefallen und bleib Gangsta"

"Tur mir den Gefallen und bleib Gangsta"

Darf ein “Schaltjahr” eigentlich auch automatik fahren?

•1. Februar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

1.Woran ist das Tote Meer gestorben? 2.Warum heißt “Dusch Das” nicht “Dusch Dich”? 3.Warum laufen Nasen während Füße riechen? 4.Was passiert wenn man sich 2x halbtot lacht? 5.Wie kommt ein Schneepflugfahrer morgens zur Arbeit? 6.Wie kommen die “Betreten verboten”-Schilder in die Mitte des Rasens? 7.Gibt es Kaffepausen in einer Teefabrik? 8.Wie merkt man, dass unsichtbare Tinte verbraucht ist? 9.Bekommt man Geld zurück wenn das Taxi rückwärts fährt? 10.Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht – ist das dann eine Geiselnahme? 11.Was haben Schmetterlinge im Bauch wenn sie verliebt sind? 12.Dürfen Vegetarier Schmetterlinge im Bauch haben? 13.Macht man den Meeresspiegel kaputt wenn man in See sticht? 14.Ist der Begriff “Selbshilfegruppe” nicht widersinnig? 15.Wenn man Pasta und Antipasta isst – ist man dann immer noch hungrig? 16.Warum ist auf sauerer Sahne ein Verfallsdatum? 17.Was zählen Schafe wenn sie einschlafen wollen? 18.Warum hat Tarzan keinen Bart? 19.Gibt es ein anderes Wort für Synonym? 20.Warum stinken Fische so sehr, obwohl sie ihr ganzes Leben lang baden? 21.Was ist eigentlich die Mehrzahl von “Mehrzahl”? 22.Was ist eigentlich das Gegenteil von “Gegenteil”? 23.Hatten Adam und Eva einen Nabel? 24.Sind Uhren nicht irgendwann beleidigt wenn man sie immer aufzieht? 25.Wenn das Universum alles ist und sich ausdehnt – wo dehnt es sich dann hin? 26.Ein Butterbrot fällt immer auf die Butterseite, während eine Katze immer auf den Pfoten landet. – Was passiert wenn man einer Katze Butter auf den Rücken schmiert? 27.Der Mensch ist eine Weiterentwicklung des Affen – warum gibt es dann noch Affen? 28.Warum sind Pizza-Schachteln eckig? 29.Warum feiern wir immer dann Weihnachten wenn die Gesschäfte so voll sind? 30.Warum gibt es in einem Flugzeug Schwimmwesten und keine Fallschirme? 31.Ist ein Wintereinbruch strafbar? 32.Wie heißen die harten Plastikenden an Schnürsenkeln? 33.Haben Analphabeten auch so viel Spaß mit Buchstabensuppe? 34.Wie schwer ist eigentlich ein Hologramm? 35.Warum hat Noah die zwei Stechmücken nicht erschlagen? 36.Wie packt man Styroporkügelchen ein wenn man sie verschickt? 37.Wenn Superkleber überall klebt – warum nicht auf der Innenseite der Tube? 38.Gibt es eingefleischte Vegetarier? 39.Muss man für den Besuch beim Hellseher einen Termin haben? 40.Wenn die Black Box eines Flugzeugs unzerstörbar ist – warum baut man nicht das gesamte Flugzaug aus dem gleichen Material? 41.Wenn schwimmen schlank macht – was machen Blauwale dann falsch? 42.Warum trägt ein Kamikaze-Pilot einen Helm? 43.Kaufen Ketten-Raucher beim Juwelier ein? 44.Wo ist beim Baum hinten? 45.Wenn alle Stricke reißen – kann man sich dann noch erhängen? 46.Ist man länger tot wenn man früher stirbt? 47.Wenn ein Laden 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr geöffnet hat, wozu braucht er dann ein Schloss an der Tür? 48.Wenn man in einem Fluggerät sitzt, dass mit Lichtgeschwindigkeit fliegt – was passiert wenn man die Scheinwerfer anmacht? 49.Gibt es bei Suchtberatungen Raucherpausen? 50.Wenn man Trockeneis zum schmelzen bringt – kann man dann schwimmen ohne nass zu werden?

Ach ja: wer auf mindestens 1/5 aller Fragen plausible Antworten liefert, darf mit einer persönlicher Nennung rechnen. Wenn das nichts ist, ihr Junkies!

Keine SMS, “but music play…”

•22. Januar 2010 • 2 Kommentare

Nach Wochen oder beinahe schon erschreckenden Monaten des Chart-Musik-Hörens habe ich beschlossen wieder mehr ganze Alben anzuhören. Für Menschen, die wie ich auch relativ viel in Autos unterwegs sind, bietet sich das ja auch an. Also habe ich Anfang der Woche in den Tiefen meiner CD-Sammlung gegraben – was relativ viel Zeit in Anspruch nimmt – und folgende zwei Alben herausgezogen: Curse mit ”Freiheit” und die einzig wahren Die Ärzte mit “Jazz ist anders”. (Ich sehe wie ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlagt, aber ich mag die beiden Alben. Immer noch besser als “Bad Romance” oder irgendein anderes der drei Top-Ten Lady Gaga Lieder…)

Auf jeden Fall gibt es deswegen zwei überragende Lieder zu sehen und auf die Ohren:

Die Ärzte – Das Lied vom Scheitern “Du bist immer dann am besten, wenn’s dir eigentlich egal ist”

Curse – Feier dich selbst “Scheiß egal, Baby, feier dich selbst”

Ich bin mir im Übrigen völlig bewusst, dass ich einen komischen Geschmack habe – zurück zum Thema oder viel mehr dem ersten Teil der Überschrift. Aus moralischen Gründe verzichte ich bis Montag auf jede SMS. Nur damit keiner meiner persönlichen Bekannten sauer ist, dass er keine Antwort kriegt. Ruft mich lieber an. SMS ist nämlich Teufelszeug, you know…

Kleines musikalisches Gewinnspiel (ohne Gewinn außer Ruhm und Ehre) zum Ende: Aus welchem Song stammt der zweite Teil der heutigen Überschrift “but music play…”? Kleiner Tipp: Der Interpret wurde schon genannt hier. Michi, Steffi – wisst ihrs? :)

Sing, sing a song

•19. Januar 2010 • 2 Kommentare

Mit 15 schrieben wir noch Parolen an die Wand,
die keiner von uns damals so ganz genau verstand.
Wir waren mit 20 klar dagegen, egal was es grad war,
hauptsache zusammen und mit dem Kopf durch die Wand.

Das Leben kam oft anders und selten wie gedacht,
doch wir haben all die Kompromisse nie mit uns gemacht.
Wir würden füreinander lügen, notfalls auch vor Gott.
Wir haben nie drüber geredet, doch wir halten unser Wort.

Alles, weil wir Freunde sind,
weil wir Freunde sind.

Manche sind gestorben, andere gingen weg,
doch wir hier haben einfach immer alles überlebt.
Wir sind anders als die Anderen, auch wenn’s keine Anderen gibt.
Wir schwören uns immer wieder, dass das Beste vor uns liegt.
Die Jahre ließen Spuren – man kann sie deutlich sehen.
Wir würden uns das so nie sagen, weil wir Freunde sind.

Wir streiten und vertragen uns,
weil wir noch Freunde sind.
Wir sind immer da, auch ohne Grund,
weil wir noch Freunde sind.

Und wieder ist ein Jahr vorüber,
und wieder ist mein Bierglas leer.
Und wieder ein paar Falten
und auch ‘ne Tätowierung mehr.
Irgendeine Liebe war’s irgendwann mal wert.
Werden wir uns jemals ändern?

Wenn wir verlieren, bauen wir uns auf – alles weil wir Freunde sind.
Der Rest der Welt, wir scheißen drauf – alles weil wir Freunde sind.
Wir bleiben, wir siegen – weil wir noch Freunde sind.
Nichts wird uns totkriegen – weil wir Freunde sind.

 

Wer kriegt zu erst Songtitel und Interpret zusammen?

That’s the way…

•18. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

The Bro Code

•15. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar
How I met your mother - Weisheit!

How I met your mother - Weisheit!

Jeder lacht darüber, aber dennoch ist es wahr! So wahr!

Atomrausch? Ich schlafe nicht!

•14. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Als ein freudiges, stolzes Mitglied der “Generation Praktikum” hat man beinahe zwangsläufig einen ganzen Schwung Kollegen und Ex-Kollegen. Teils unterbezahlte Praktikanten-Mitsklaven, teils festangestellte Großverdiener. Wie dem aber auch sei: man hat so oder so relativ viel Zeit miteinander verbracht (schließlich gibt es so etwas wie “wochenend-freie” Praktikumsstellen etc. quasi nicht) und wer sich so häufig, und wenn auch nur in dem kurzen Praktikumsrahmen, sieht, mit dem muss man auch danach noch irgendwie verbunden bleiben. Beste Möglichkeiten gibt es dazu ja. Schließlich sind wir nicht nur die Generation Praktikum sondern auch die Generation Web 2.0 bzw die Generation Facebook.

“Ja, ja Andrea, wissen wir. Komm zum Punkt!” Nur keine Hektik, bitte. Stalke ich neulich eben das Leben des ein oder anderen ehemaligen Kollegens und finde einen wundervollen Web 2.0-Blogeintrag. Titel des Eintrages (in dem überhaupt sehr lesenswerten Blog  des NN-Kollegen): “Schlaft endlich, Ihr wachstumsbesoffenen Giraffen!” Diese Überschrift an sich reicht für einen Internet-Junkie wie mich ja schon um begeisternd in die Hände zu klatschen und imaginäre Oscar-Lobreden zu halten, aber auch der darauf folgende Text steht dem in nichts nach. Für all jene die keine Zeit haben – oder meinem Qualitätsurteil nicht trauen – und den Text aus dem “Hirndübel” nicht selbst lesen können – oder wollen – habe ich ein Mal die wichtigste Erkenntnis herraus geschrieben.

“Andererseits: Wissenschaftler haben auch ermittelt, dass 24 Stunden ohne Schlaf die gleiche Wirkung wie ein Promille Alkohol im Blut haben.” 

Deswegen glauben immer alle ich wäre am Wochenende betrunken, wenn wir weg sind…Erklärung gefunden. Ein Hoch auf meine ehemaligen Kollegen!

Nicht lustig!

Nicht lustig!

Boxen für ein besseres Klima

•13. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Grunschulen sind Brutstätten des Bösen. Soweit klar. Punkt. Natürlich klingt das sehr hart und unmenschlich – was bei mir als Verfasser des Textes wohl wenig überraschen dürfte, schließlich bin ich ein oberflächlicher Idiot – dennoch verbirgt sich bei einem genauer Blick auf diese Unmenschlichkeit ein großes Stück Wahrheit darin. Schließlich muss oder anders formuliert darf in Deutschland jeder die vier Jahre Grundschule durchlaufen. Also rein theoretisch betrachtet auch Mörder, Räuber, Erpresser, Terroristen und ähnliches Gesindel. Selbstverständlich kristailisiert sich diese dunkle, böse Zukunft nur bei den wenigstens schon zu dieser frühen Schulzeit heraus, als Brutstätten kann man die Bildungseinrichtungen dennoch getrost bezeichnen.

Jetzt sehen Grunschulpädagogen diese Tatsache verständlicherweise nur sehr ungern (Kleine Randnotiz aus der Arbeit dazu: F.:”Du wärst aber auch eine gute Grunschullehrerin R.!” – R.: “Danke.” – A.:”Das war jetzt aber auch kein Kompliment!” – F.:”Richtig!”) und versuchen daher mit aller Macht eine schönes Lernklima zu schaffen an ihren Bildungseinrichtungen. Ein Beispiel dafür ist eine wunderbare Nürnberger Grundschule bei Worzeldorf, die ich als SAG-Coach ein Mal die Woche besuche. An jeder Eingangstür hängen dort Schilder mit Sätzen wie “Die xxx-Schule ist eine Schule zum Wohlfühlen!”, “Wir xxx-Schüler begegnen uns mit Respekt, wir gehören zusammen!” oder “Gegenseitige Rücksicht, damit sich alle wohlfühlen!”. Schöne Vorsätze, ganz ohne Ironie. Kitischig aber doch schön. Einzig fragwürdig finde ich das Plakat, dass neuerdings neben diesen Toleranz-Wohlfühl-Gedöns-Schildern hängt: Werbung für das 1.FCN-Box-Team! Nein, nicht für die Kindersport-Gruppe von Raphael Schäfer, sondern wirklich für die Boxer. Geht für mich jetzt nicht so ganz gut zusammen, obwohl ich selbst aus meiner Karate-Zeit natürlich weiß, dass kämpfen nicht gleich schlägern ist. FCN Box-Team boxt für ein Wohlfühl-Klima an Grundschulen – wer hätte das gedacht? Klassiker!

The King -For the one

•8. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Einfach großartig – The one!