2010

Veröffentlicht in Allgemein am 31. Dezember 2010 von araithel

Am Ende jeden Jahres steht ein persönlicher Jahresrückblick. Egal ob ARD, ZDF, RTL oder die Apotheker-Rundschau – überall wird man mit dem vermeintlich Bestem, Schlechtesten, Verrücktestem und so weiter überschüttet. Hier nicht. Hier gibt es ein schlichtes: Auf ein gutes 2011!

Bars in Brüssel – Eine Exkursion

Veröffentlicht in Allgemein am 4. Dezember 2010 von araithel

Der Belgier an sich ist anders. Neben der Unfähigkeit eine Schneeschippe zu gebrauchen, zeigt sich das – im etwas alltäglicheren Leben vor allem an Kassen- und sonstigen Warteschlangen. Dort sinkt das Arbeitstempo der Kassiererin/Bedienung auf geradezu unheimlich magische Art ganz exakt potential zu der Länge der Schlange. Wer jetzt einwedet, dies sei ein grundsätzliches durch ein spezielles Kassierer-Gen hervorgerufenes und vor allem weltweit bekanntes Phänomen, dem möchte ich entgegen halten: Nein! Stellt euch dieses Szenario bitte in einem europäischen Land eurer Wahl vor - nehmen wir der Einfachheit wegen Deutschland. Besagtes Phänomen der Langsamkeit führt in deutschen Wartschlangen unweigerlich zu Schimpftiraden, genervtem auf die Uhr blicken oder nervösem Suchen nach einer vielleicht schnelleren Schlange. In Belgien jedoch scheinen die Einheimischen diese Wartezeit auch noch zu genießen – und wenn nicht das, dann nutzten sie die selbe zumindest geschickt. Viele legen zwei Sachen auf das Förderband an der Kasse um dann in ca. sieben einzelnen „Ausflügen“ den restlichen Einkauf Schritt für Schritt hinzuzufügen. Und: die Zeit dafür genügt – leicht!

Aber auch im Nachtleben sind die Belgier…anders. Die Club-, Bar- und Pub-Szene ist eine sehr ausgeprägte in Brüssel und die Art der Lokalitäten ist mindestens so ausgefallen wie das belgische Warteschlangen-Verhalten. Exemplarisch dafür steht wohl das „Celtica“ in der Nähe der Börse. Was von aussen aussieht wie eine von vielen – auch im schönen Bayern ja nicht ganz unbekanten – Irish Pubs entpuppt sich innen als unglaubliche Fusion von Alkohol-Lager, Pub, Sportsbar und Kleinstraum-Hip-Hop-Trash. Im unteren Stockwerk gibt es neben einer für belgische Verhätlnisse zwar nur mittelmäßig, für deutsche Sitten aber doch sehr gut bestückten, Bier-Theke ab 22 Uhr am Wochenende Live-Musik. Ein-Man-“Bands“ mit Gitarre, Mikro und Oasis „Wonderwall“ sorgen da für Stimmung wie sie sonst fast nur bei Lagerfeuer-Romantik auftritt. An den Wänden hängen etwas konträr dazu neueste HD-Flachbildschirme und läuft da nicht gerade irgendein Sportevent mit irischer Beteiligung (oder sonst einem Team das in grünen Trikot spielt) sieht man dort die Live-Übertragung aus dem ersten Stock. Und damit wird es erst richtig unglaublich! Zwängt man sich also an den Irish-Pub-Liebhabern, sturzbetrunkenen Männern in Fantasie-Uniformen und Punk-Gruppen mit Todes-Irokesen vorbei und die steile Treppe nach oben, findet man sich in einer Disco wieder, wie sie seines gleichen bei mir zuhause in der Gegend sucht. Krasse Hiphop Beats (optisch entsprechendes Publikum, wenn ihr wisst was ich meine), ein verglast und vergittertes DJ-Pult, eine Tanzfläche von der größe meines Schlafzimmers – ich wohne übrigens bescheiden was das angeht – und gefühlte 840 verschwitzte Menschen. Nur einige Sekunden später schallt ein Technoremix von Nessun Dorma aus den Boxen, alle gehen ab – der DJ dreht den „Trash-Regler“ auf. Legende! Nur zur Erinnerung: ich schreibe immer noch von dem gleichen Laden wie zu Beginn meiner Ausführungen. Belgien ist eben…anders!

The belgian way of life I

Veröffentlicht in Leben am 20. November 2010 von araithel

Die ersten drei Wochen sind vorbei, alle wichtigen Sightseeing-Highlights gesehen, im EP finde ich mich ohne Verirrungen zurecht und eine Lieblingskneipe ist auch gefunden – Zeit für ein paar kleine Stories aus Bruxelles.

Ich fang mal an mit ein paar Episoden aus dem Straßenverkehr in BRX. Grundsätzlich muss man wissen, dass in Belgien anscheinend statt zu blinken grundsätzlich gehupt wird. Wie genau jetzt allerdings recht und links angezeigt wird konnte ich leider noch nicht feststellen. Hinzu kommt noch das auch das allgemein bekannte und geschätzte Bremsen durch – besonders langes – Hupen ersetzt wird. Besonders schwierige Konsequenzen hat dieses belgische Verkehrsverhalten für Menschen wie mich. Menschen die zwei Monate lang nur zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Von Fußgänger-Ampeln halten die Belgier nämlich anscheinend überhaupt nichts. In der ganzen City – und ich bin in drei Wochen doch schon ein wenig rumgekommen – hab ich orginal 3, in Worten drei, solcher Fußgänger-Ampeln gesehen. Dafür gibt es allerdings unzählig viele Zebrastreifen – diese setzten aber ja bekanntlich vorraus, dass der Verkehr gefühlvoll abbremst um den Fußgängern die Straßenüberquerung zu ermöglichen. Ihr könnt auch also vorstellen wie spannend die fünf Minuten Fußweg am Morgen zur Bushalte-Stelle schon sein können.

Aber wer jetzt sagt „Autofahren ist ja dann bestimmt gut“, der täuscht sich gewaltig! Folgende Situation: Ich den zweiten Tag – den ersten kompletten – in Brüssel, mit der Straßenbahn auf dem Weg Richtung Grand Place und an der zweiten Kreuzung schiebt der Tram-Fahrer einfach mal nen Kleinwagen über die Straße. Also nicht mit den Händen sondern mit der Straßenbahn. Endgültig angehalten – allerdings schon ohne den Kleinwagen vorneweg – hat er dann zwei Haltestellen weiter…

Ansonsten schließe ich mit dem Zitat eines Mit-Praktikanten im EP: „Ich dachte immer Belgien ist irgendwie das bessere Holland, aber eigentlich kommt es mir nur wie ein schlechteres Frankreich vor.“ Mit gefällts!

Grüßen sie mir mein Bayern!

Auschwitz Dance – Schaut her, ich lebe!

Veröffentlicht in Leben, Musik, Wahnsinn am 10. August 2010 von araithel

Auf Facebook schon gepostet und bei Spiegel Online gefunden: der Auschwitz Dance! Ja, richtig der Mann hat „survived“ und uns ein komisch-lustig-nachdenkliches Werk mit auf den Weg gegeben. I WILL SURVIVE! Legendär!

Mehr Infos dazu gibt es bei den Kollegen von Spiegel Online

INVICTUS – Unbezwungen

Veröffentlicht in Leben, Movies am 9. August 2010 von araithel

Mein aktueller Film der Woche und damit auch DVD-Tipp für alle regengeplagten Urlauber ist „Invictus-Unbezwungen“ mit Morgan Freeman und Matt Damon. Gibt es was besseres als eine Kombination aus Sport-Drama und Politik-Movie? Wohl kaum. Und dass Morgan Freeman Gott ist dürfte wohl auch klar sein. Deswegen gibts als kleinen Vorgeschmack von mir den Trailer zu dem 5-von-5-Sterne-Film und das namensgebende Gedicht.

„Invictus“ von William Ernest Henley, 1875

Out of the night that covers me,
    Black as the pit from pole to pole,
I thank whatever gods may be
    For my unconquerable soul.

In the fell clutch of circumstance
    I have not winced nor cried aloud.
Under the bludgeonings of chance
    My head is bloody, but unbow’d.

Beyond this place of wrath and tears
    Looms but the Horror of the shade,
And yet the menace of the years
    Finds and shall find me unafraid.

It matters not how strait the gate,
    How charged with punishments the scroll,
I am the master of my fate:
    I am the captain of my soul.

Let’s burn the summer down

Veröffentlicht in Allgemein, Leben am 27. Juli 2010 von araithel

Die WM ist vorbei, Deutschland wieder nicht Weltmeister, der Challenge gut über die Bühne gebracht und die persönliche Saisonvorbereitung läuft – Zeit die mehr als lange Blog-Pause zu beenden! Um die letzten Wochen aus meinem privat-egozentrischen Blick zusammenzufassen ist dieser Beitrag in meinen Augen nicht ganz geeignet – wohl soll man schließlich anfangen bei Dirndl-Sessions, nachgeholten Kurz-Tanzkursen oder arbeitsintensiven Challengen-Aktionen? Deswegen beschränke ich mich darauf diese und weitere TOP-Aktionen in näherer Zukunft als Bildmaterial online zustellen – dafür aber bitte noch etwas Geduld.

Ansonsten wird es hier in den nächsten Tagen (endlich?) wieder mehr zu lesen geben – das war nur der kleine Auftakt! Keep goin’!

Le Internet und die WM

Veröffentlicht in Fußball am 11. Juni 2010 von araithel

Gute Sport-Homepages zu machen ist schwierig. Sehr schwierig im genau zu sein. Es gibt nur wenige, die ihre Webpräsenz gut im Griff haben. Jerome Boateng hat es geschafft – seine Page im Hollywood-Style ist wirklich eine der allerbesten. Aber so kurz vor der WM hat auch der DFB gezeigt, dass sie durchaus wissen wo in unserer Republik die besten Programmierer sitzen. Bestes Beispiel auf der team.dfb.de Homepage: die neuen Profile der auserwählten Kicker. Neben schönen Video-Interviews, ein Einblick in die Rituale des Players und ein sehr schönes Bild, samt Motivationsspruch, von jedem Akteur. Sehr sehenswert – deswegen: rein klicken auf die Page „unserer Elf“ und hier schon ein kleiner Vorgeschmack.

Brauchtumspflege vs. Drogenopfer

Veröffentlicht in Musik am 26. Mai 2010 von araithel

Sein unplugged ist raus und: Respekt, die Neuerfindung seiner eigenen Songs ist gut. Das wird auch der ehemalige Maskenmann höchst selbst so sehen. Aber wie Sido dieses Fremd-Cover seines Durchbruch-Stücks „Mein Block“ findet, ist- zuminest mir – nicht überliefert. Ich bin mir mit meinen Dr.Jeklly und Mr.Hyde-Egos einig und finde diesen Song sehr amüsant. Prädikat „tageserhellend“!

Ballack, Staatsfeind Nr.1 und die Legenden

Veröffentlicht in Fußball am 19. Mai 2010 von araithel

Blogs sollten aktuell sein. Schnell, zeitnah, lebendig. Grundsätzlich schließe ich mich diesen Eigenschaften auch gerne an, siehe WM-Kader-Verkündung, manchmal braucht mein Gehirn aber etwas Zeit zu Ver- und Aufarbeitung. So geschehen auch in dieser Woche bei dem Foul an Michael Ballack durch den neuen Staatsfeind Nr.1 – Kevin Prince Boateng.

Ungefähr 70x habe ich mir diese Szene jetzt angeschaut und bin zu dem Ergebnis gelangt: es war ein sehr hartes Foul, es war bestimmt auch eine sehr dunkel-gelbe wenn nicht rote Karte, aber auch wenn der Herr Boateng ein Heisspron und Aggressiv-Leader ist – Absicht war es gewiss nicht. Und: der Wischer des Herren Ballack im Vorfeld des Fouls war auch nicht die feine Art. Das ist keine Entschuldigung für so ein Einsteigen, aber so Dinge passieren eben im Fußball. Dass ein Spieler einen anderen derart hart und vorsätzlich attackiert um ihn zu verletzten glaube ich nicht. Ganz abgesehen davon ist es gar nicht so einfach jemanden bewusst so hart zu treffen, dass da ernsthaft was kaputt geht. Unschön aber eben Fußball.

Was der Ausfall des Kapitäns jetzt für die deutsche WM-Elf in Südafrika bedeutet, lässt sich in meinen Augen nur schwer vorraussagen. Nein, ich möchte jetzt nicht wieder mit der Ballack-ist-der-überschätzteste-Akteur-mit-dem-Adler-auf-der-Brust-Ansprache anfangen, aber trotzdem glaube ich, dass Bastian Schweinsteiger nach seiner Weltklasse Saison und Mesut Özil mit seinem kreativen Potenzial, das Mittelfeld recht gut ausfüllen können. Auch die Position des Leaders dürfte Schweinsteiger übernehmen können, einzig psychologisch könnte der Ballack-Ausfall also ernsthaft zu einem Problem werden. Andererseits: wer auf dem Platz Zeit hat darüber nachzudenken dass der Kapitän ja fehlt, der hat auch noch Reserven um ein Spiel für sich zu entscheiden.

Zwei Punkte also noch zu dem Boateng-Ballack-Fall:

1) ein “Danke“ an den DFB für die Absage an den Herren Frings – gut dass wir auf junge Leute setzten und nicht auf jemanden der zwar Leistung gebracht hat, aber nicht unbedingt als Glue-Guy für den Zusammenhalt sorgt.

2) keine Revanche-Fouls an Boateng bitte! Der Junge spielt auch nur Fußball, selbst wenn es ein brutales Foul war. er hat solche Mittel eigentlich nicht nötig und wir schon gar nicht.

Aber eigentlich ist das alles sowieso fußballerisch zweitranging. Schließlich steht ein unglaubliches Fußball-Wochenende an: erst letztes Saisonspiel in Rothaurach gegen Wassermungenau (Anpfiff Samstag 16 Uhr), danach „Time to make legends“ – das Champions League Finale mit den Bayern und am Sonntag das das absolute Highlight: das legendäre Pfingsttrunier in Laibstadt mit dem einzig wahren TV Eckersmühlen Revival-Team. Ich freu mich jetzt schon auf den Auftritt mit den ehemaligen Kollegen – und die Trainingseinheiten der letzten zwei Wochen lassen schon etwas hoffen. ;) Here to win! :)

Wenn schon Dennis Rodman-Videos das Highlight des Tages sind…

Veröffentlicht in Allgemein, Gastschreiber am 18. Mai 2010 von araithel

Guten Morgen Deutschland (auch wenn mir gerade mitgeteilt wurde, dass normale Menschen schon längst wach sind, aber was ist schon normal)!!!

Auf Grund der heutigen Trägheit der eigentlichen Blog-Schreiberin gebe ich heute qualifizierte Beiträge ab.  Und zwar zu dem Thema…die Welt geht unter, weil es gerade nicht regnet. Regen würde zwar die Untergangsstimmung besser unterstreichen, aber ohne Regen gehts auch. Ich bin da ja flexibel. Bis es aber soweit ist noch kurz die wichtigsten Sachen für heute zusammengefasst:

1. Klickt keine Videos auf YouTube an die euch eigentlich gar nicht interessieren. Danach kommen 350 Vorschläge, die euch wirklich, wirklich gar nicht mehr interessieren.

2. Werft bei Essensfrage einfach eine Münze. Das könnte sehr viel Zeit und Diskussionen sparen.

3. Postet einfach die Sachen, die keinen Sinn machen. Am besten noch als Gast-Schreiber.

4.Führt keine Telefonate bei Müdigkeit. Könnte zu Verwirrungen sorgen.

5. Verklagt Leute bei Sportverletzungen!

Ich denke, dass sind die wichtigsten Sachen des heutigen Tages…

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